Starlink ab 2026 in Bosnien, Serbien & Montenegro? Was der neue Kartenstatus wirklich bedeutet
Für viele Menschen in Südosteuropa ist stabiles Internet bis heute keine Selbstverständlichkeit. Besonders in ländlichen Regionen von Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro sind Nutzer häufig auf LTE-Tarife angewiesen – oft mit schwankender Geschwindigkeit, schlechter Netzabdeckung oder begrenztem Datenvolumen.
Umso mehr Aufmerksamkeit erhält aktuell ein Blick auf die offizielle Verfügbarkeitskarte von Starlink. Dort wird für genau diese drei Länder nun der Status „Verfügbar ab 2026“ angezeigt.
Doch was heißt das konkret – und wie realistisch ist ein Start wirklich?
„Ab 2026“ – ein wichtiger Unterschied zu anderen Ländern
Auf der offiziellen Starlink-Karte gibt es mehrere Statusangaben. Während bei vielen Ländern weiterhin „ausstehende behördliche Genehmigung“ vermerkt ist, tauchen Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro nun explizit mit einer zeitlichen Einordnung auf.
Das deutet darauf hin, dass Starlink in diesen Ländern wahrscheinlich regulatorisch bereits weiter ist als in anderen Regionen. Ein garantierter Marktstart ist damit zwar noch nicht zugesichert – die Planung scheint jedoch deutlich konkreter.
Warum Starlink für diese Region besonders interessant ist
Große Teile des Balkans sind ländlich geprägt: Berge, Wälder, verstreute Ortschaften und abgelegene Häuser machen den klassischen Breitbandausbau teuer und langsam.
Viele Haushalte nutzen daher:
- LTE- oder 4G-Tarife als DSL-Ersatz
- begrenzte Datenvolumen
- Netze mit hoher Auslastung und schwankender Geschwindigkeit
Satelliten-Internet wie Starlink funktioniert unabhängig von lokaler Infrastruktur und könnte gerade hier eine echte Alternative zu Mobilfunktarifen darstellen.
Inoffizielle Nutzung: Warum Starlink teilweise schon funktioniert
In Foren und Erfahrungsberichten taucht Starlink in diesen Ländern bereits seit einiger Zeit auf – allerdings inoffiziell. Einige Nutzer berichten, dass sie ihre Starlink-Hardware in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bestellt und anschließend mitgenommen haben.
Die Erfahrungen sind gemischt:
- Teilweise funktioniert der Zugang zunächst problemlos
- Bei anderen Nutzern wird der Dienst nach einiger Zeit eingeschränkt oder deaktiviert
Der Grund dürfte eine standortbasierte Prüfung sein. Wird erkannt, dass der Anschluss dauerhaft außerhalb des offiziell freigegebenen Landes genutzt wird, kann Starlink den Zugang sperren.
Kostenfrage: Ist Starlink für viele Haushalte bezahlbar?
Ein entscheidender Punkt ist der Preis. In Europa liegen die aktuellen Starlink-Konditionen meist bei:
- rund 50 bis 70 Euro monatlich
- einmaligen Hardwarekosten im hohen dreistelligen Bereich
Im Vergleich zu lokalen LTE-Tarifen ist das deutlich teurer. Für viele Haushalte auf dem Balkan könnte Starlink daher vor allem für spezielle Anwendungsfälle interessant sein – etwa für abgelegene Häuser, Ferienimmobilien oder berufliche Nutzung.
Ob es angepasste Preise für diese Märkte geben wird, ist aktuell noch offen.
Kommt der Start wirklich 2026?
Vorsicht ist angebracht: In der Vergangenheit wurden für diese Länder bereits Zeiträume wie „ab 2024“ oder „ab 2025“ genannt – ohne dass es zu einem offiziellen Launch kam.
Der aktuelle Status „Verfügbar ab 2026“ ist dennoch ein positives Signal, da er sich klar von Ländern unterscheidet, bei denen noch grundlegende Genehmigungen fehlen.
Interessante Alternative – aber noch mit vielen offenen Fragen
Starlink könnte für Bosnien-Herzegowina, Serbien und Montenegro langfristig eine wichtige Ergänzung zu klassischen Mobilfunk- und LTE-Tarifen werden – besonders in Regionen mit schlechter Netzabdeckung.
Ob es tatsächlich 2026 so weit ist, zu welchen Preisen und unter welchen Bedingungen, bleibt jedoch abzuwarten.
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